Jetzt also doch: Letzter Vorhang für den Ausflug ins Werk Rosenstein und zum Abstellbahnhof

Die Botschaft, dass mit ihrem Besuch die 10-jährige Tradition zu Ende geht, mussten die kleinen und großen Besucher beim diesjährigen Sommerferienprogramm-Ausflug des SPD-Ortsvereins erfahren. Grund ist, dass diese große Eisenbahnanlage im Zuge von Stuttgart 21 im nächsten Jahr zurückgebaut wird.

Aber der Reihe nach. Pünktlich wie die Eisenbahn trafen sich alle Kids und die Begleitpersonen Renate Köpf, Manfred Meister und Ilse Käß um 8.15 Uhr an Gleis 2 am Benninger Bahnhof. Nach der kurzen, aber unverzichtbaren Sicherheitseinweisung - z.B. was bedeutet der weiße Strich am Bahnsteig? - ging es um 9.27 Uhr los mit der S-Bahn zum Stuttgarter Hbf. Erste Anlaufstelle im dortigen Gewusel: die DB Information. Dort erfuhren wir, dass es diese Information in jedem großen Bahnhof gibt und man dort alle Informationen rund um den Bahnbetrieb erhält. Auf dem Weg zu den Gleisen konnten wir die riesengroße Baugrube anschauen, die für Stuttgart 21 ausgehoben wurde. Einige der Kelchstützen des neuen Durchgangsbahnhofs sind schon fertig.

Der ICE aus Dortmund fuhr pünktlich um 9.24 Uhr ein und wir verteilten uns auf die beiden Triebköpfe – denn wir durften ja mit dem leeren ICE in den Abstellbahnhof fahren. Das war supercool, dabei dem Lokführer über die Schulter sehen zu können! Er erklärte uns bei der kurzen Fahrt die verschiedenen Signale, die es zu beachten gilt. Wegen der vielen Weichen auf dem Fahrweg durfte der ICE nur mit maximal 25 km/h in den Abstellbahnhof fahren.

Dort angekommen erhielten wir erst mal Sicherheitswesten mit dem Aufdruck "Hier steckt die Zukunft drin". Wie wahr, denn vielleicht wird eine oder einer der Sommerferienprogramm-Teilnehmer tatsächlich mal Lokführer – wer weiß? Die Kids erfuhren, dass im Werk Rosenstein Loks bestimmter Baureihen gewartet und repariert werden. In den Werkstatthallen sahen wir deshalb ganz viele Loks aus allernächster Nähe. Wir durften sogar auf eine Lok aufsteigen und von vorne nach hinten und von hinten nach vorne durchgehen, denn die Loks haben auf beiden Seiten Führerstände. Mit einer kleinen orangefarbenen, Jahrzehnte alten, aber topfitten Rangierlok durften alle Kids auf den Gleisen in der Halle fahren und hupen – das war ein ohrenbetäubender Lärm!

Das Highlight war diesmal die Fahrt mit der Schiebebühne, die die Gleise in den Werkstatthallen und die Gleise im Abstellbahnhof abwechselnd miteinander verbindet, damit die Loks, egal auf welchem Gleis sie ankommen, zur Reparatur in die Werkstatthalle hinein und auch wieder herauskommen. Nach so viel Besichtigung und Action wartete auf Einladung des SPD-Ortsvereins noch ein Mittagessen in der Eisenbahnerkantine auf uns. Zum Schluss noch ein kurzer Fußmarsch zum Nordbahnhof, und schon brachte uns die S-Bahn wieder sicher nach Benningen zurück.

20.09.2019, Ilse Käß

Bilder vom Ausflug ((c) SPD OV Benningen / I.Käß):  

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